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Wirtschaftlich unvernünftige Kampagnen

Info: Unser Stromlieferant, die EnergieBaden-Württemberg (EnBW), hat uns die Tariferhöhungen mit Wirkung vom 1. November 2011 und 1. Januar 2012 mitgeteilt. Der übliche Haushaltsstrom kostet künftig netto 17,72 Cent pro Kilowatt (KWh). Hinzu kommt eine Stromsteuer von 2,05 Cent. Auf den addierten Betrag von 19,77 wird noch die 19-prozentige Mehrwertsteuer (MwSt.) berechnet, so dass sich ein Bruttostrompreis von 23,53 Cent je KWh ergibt. Wenn ich mich richtig erinnere hatte die rot-grüne Bundesregierung in den "sieben mageren Jahren" von 1998 bis 2005 die Stromsteuer eingeführt und darauf noch die Mehrwertsteuer beschlossen.

Seit 1994 besitzen wir eine Elektro-Zentralheizung. Ab November 2011 liegt der reine Strompreis bei 6,75 Cent/Kwh. Hinzu kommen neben der Stromsteuer von 2,05 Cent eine Umlage von 3,592 Cent nach dem Erneuerbaren Energiengesetz (EEG) und die Kraftwärme-Kopplungsumlage (KWK) von 0,030 Cent/Kwh. Die Zwischensumme von 12,42 Cent verteuert sich nochmals um die MwSt. auf 14,78 Cent/ KWh. Der Kunde muss also für den Wärmestrom mehr als das Doppelte zugunsten des Staates aufbringen, was für viele Menschen mit geringem Einkommen eine soziale Härte bedeutet. Unter dem jahrzehntelangen Druck der Kernkraftgegner und aufgrund der Atomkatastrophe im japanischen Fukushima am 11. März 2011 sah sich die jetzige Bundesregierung zu einer Änderung ihrer Energiepolitik gezwungen. Mit großer Mehrheit haben Bundestag und Bundesrat den Atomausstieg bis zum Jahre 2022 beschlossen; die zunächst vorübergehend abgeschalteten acht Atommeiler werden nicht mehr in Betrieb genommen. Der Atomausstieg in diesem Ausmaß ist unstreitig ursächlich dafür, dass die eingangs erwähnte Verteuerung der Strompreise so eklatant ausgefallen ist.

Unser Stromversorger EnBW muss nun auf zwei Atomkraftwerke verzichten. Dies hat zur Folge, dass EnBW in den ersten neun Monaten dieses Jahres einen Verlust von mehr als einer halben Milliarde Euro verkraften muss, gegenüber einem Gewinn von 1,2 Milliarden Euro in der gleichen Zeit des Vorjahres. In der Kundenzeitschrift 04/2010 konnte die EnBW noch von der Premiere ihres Windparks Baltic 1 in der Ostsee berichten, bestehend aus 21 Turbinen zwecks Erzeugung erneuerbarer Energie.

In der Schwetzinger Zeitung vom 23. November 2011 ist zu lesen, dass Deutschland in den ersten neun Monaten des Jahres rund 16 Prozent mehr Strom aus atom- und kohlelastigen Nachbarländern importiert hat, während die Stromausfuhren um rund neun Prozent zurückgegangen sind.

Die aufgezählten Fakten machen deutlich, dass die ständigen Kampagnen der "Grünen" gegen die bezahlbare Kernkraft als Brückentechnologie ideologisch begründet und wirtschaftlich unvernünftig sind.

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