Info: Golf spielen? Für viele ist das immer noch ein elitärer Altherrensport. Auch wenn sich immer mehr junge Leute davon angezogen fühlen, ist Golf doch sicher nicht das typische Hobby für Jedermann. Ein Golfplatz, eine Clubmitgliedschaft und eine auch nicht ganz billige Golf-Ausrüstung sind der Grund, warum die meisten von uns noch kein Handicap haben. Zwei Alternativen, die das Spielprinzip des Golfs übernehmen und mit den beliebten Sportgeräten Frisbee-Scheibe und Fußball kombinieren, sind die Hobbys Disc Golf und Soccergolf.
Heiße Scheibe: Disc Golf
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Sowohl beim Disc Golf als auch beim Soccergolf versucht der Spieler von einem festgelegten Standort aus ein bestimmtes Ziel zu treffen. Beim Disc Golf ist das ein in ca. 70 cm Höhe angebrachter Metallkorb, in den die Frisbee-Scheibe mit möglichst wenigen Versuchen geworfen werden muss. Diese Metallkörbe sind auf speziell für Disc Golf angelegten Kursen fest montiert oder werden von den Spielern in Parks und auf Grünflächen selber für die Zeit des Spiels aufgestellt.
Geworfen wird mit handelsüblichen Frisbee-Scheiben oder – für alle die es professioneller mögen - mit speziellen Golfdiscs, die schwerer, kleiner und aerodynamischer sind. Nicht selten erreichen geübte Spieler mit diesen Scheiben Geschwindigkeiten von über 100 km/h und Weiten von an die 200 Meter. In Deutschland gibt es bereits 40 Disc-Golfplätze auf denen sich mehrere Tausend Hobby-Disc-Golfer und über 600 ambitionierte Turnierspieler regelmäßig einfinden.
Anstatt eine Frisbee in einen Korb zu werfen geht es beim Soccergolf darum, einen Fußball mit so wenigen Schüssen wie möglich ins Ziel zu befördern. Dabei kann es sich bei dem Ziel um die verschiedensten Dinge handeln: Netze, Töpfe, Erdlöcher, Reifen, ja sogar der Kofferraum eines Autos kann eines der Ziele sein, die sich auf den üblicherweise 18 Bahnen umfassenden Soccergolf-Kursen befinden. Fünf solcher Kurse gibt es derzeit in Deutschland, jedoch lässt sich ein Soccergolf-Kurs mit einfachen Mittel auch überall schnell improvisieren. Denn wie bei vielen anderen Funsportarten auch, geht es beim Soccergolf mehr um den Spaß an der Sache als um die perfekte Location.
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Trotz des ausgeprägten Funsportcharakters und der sehr familiären Szene gibt es bei beiden Hobbys mittlerweile auch regelmäßige Turnierserien und sogar Weltmeisterschaften. Und Deutschland wird dabei würdig vertreten: Im Soccergolf holte sich der Deutsche Alex Kober dieses Jahr den Weltmeistertitel und mit Simon Lizotte haben wir jetzt sogar den ersten Deutschen Disc Golfer der sein Glück als Profi in den USA versuchen will. Wir drücken die Daumen!