Info: Internet-Zensus: IPv6-Nutzung wächst um 1.900 Prozent
30.11.2011 | Autor: Bernhard Lück
Die IPv6-Nutzung stieg 2011 auf 25,4% (oben), ohne Go-Daddy-Beteiligung betrug der Anstieg nur rund 3%. (Measurement Factory)
Infoblox hat die Ergebnisse einer IPv6-Erhebung durch die Measurement Factory bekanntgegeben. Der Report zeigt, dass die Unterstützung von IPv6 in den Zonen .com, .net und .org in den letzten zwölf Monaten um 1.900 Prozent gestiegen ist. Dies sei primär dem IPv6-Support des Domainregistrars "Go Daddy" geschuldet.
Weil die globale Versorgung mit IPv4-Adressen weiter abnimmt, wird die Unterstützung des IPv6-Standards für Unternehmen mit einer Internetpräsenz zu einer unvermeidlichen Notwendigkeit. Sie müssen die steigende Zahl von Kunden, Partnern und Interessenten, die mit IPv6-fähigen Geräten ihre Webseiten besuchen, entsprechend bedienen. Die Bereitschaft von Registrierern und Service Providern, IPv6 zu unterstützen, die Erarbeitung eines vorausschauenden Umstellungsplans sowie die notwendigen Tests der neuen Technologien sind dabei unerlässlich für eine erfolgreiche Einführung von IPv6 – so die Ergebnisse der Untersuchung.
„Wenn die externe Unternehmenspräsenz lediglich IPv4 unterstützt, dann können auch nur IPv4-basierende Endgeräte mit dem Unternehmen kommunizieren“, erklärt Cricket Liu, General Manager des Infoblox IPv6 Center-of-Excellence. „Für die wachsende Zahl reiner IPv6-Geräte bleibt diese Präsenz unsichtbar. Es ist unmöglich, die Vorzüge von IPv6 zu ignorieren, aber andererseits ist es auch nicht erforderlich, IPv6 in einem Schritt einzuführen.“ Unternehmen sollten sich vielmehr darauf fokussieren, externe Nutzer mit IPv6 zu unterstützen und danach schrittweise an den internen Infrastrukturen arbeiten. Auf diese Weise könne die Migration relativ problemlos durchgeführt werden und sich zu einem wertvollen Investment für das Unternehmenswachstum entwickeln.