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Intime Unterhaltung

Info: Schwetzingen. Hans-Jürgen Lakomy und Ole Tischmacher setzen auf Musik. Nach der erfolgreich eingeführten Reihe "Acoustic & Wine" fiel in der Wein & Cafébar auf den Kleinen Planken der Startschuss für die Schwesterveranstaltung "Jazz & Wine", die monatlich geplant ist.

Die 60 Sitzplätze waren pünktlich um 20 Uhr vergeben. Späte Gäste, die nicht reserviert hatten, schauten auf voll besetzte Tische. Jeder Besucher wurde mit einem Aperitif begrüßt und in die "Jazzfamilie" aufgenommen. Familiär ging's zu, man hatte bald das Gefühl, hier kennt jeder jeden. Stehplätze waren nicht angedacht, was einer beabsichtigt aufgelockerten und entspannten Stimmung nur gut tat.

Und das setzte sich über den Abend auch musikalisch fort. Das Julia Rivas Trio interpretierte ruhige und melodische Jazzkompositionen zum Zuhören. Die Profimusiker und "Möblierten Herren" Michael Dalecke am Klavier und Thomas Bugert am Kontrabass gaben Julia Rivas und ihrer warmen klaren Stimme Raum zum Entfalten, ohne selbst zurückzubleiben. "Bésame (Küss mich)" heißt die aktuelle CD und stellte die Absicht dieses Abendsheraus: intime Atmosphäre schaffen. Die schummrige, rötliche Beleuchtung der Location tat ihr Übriges und korrespondierte prima mit dem einen oder anderen Rotwein auf der Karte. Schade nur, dass die in die Länge gezogenen Räumlichkeiten die Musiker zwangen über den Tresen in das Weinregal zu spielen und zu singen. Das verhinderte etwas die gewünschte Intimität. Vielleicht war dies auch ein Grund dafür, dass die Verbindung und Aufmerksamkeit Mitte der zweiten Hälfte etwas nachließ. Andererseits war das Trio durch die Gegebenheiten für alle gut sicht- und hörbar. Und Julia Rivas wäre keine Schauspielerin, wenn es ihr nicht gelungen wäre, durch geschickt eingefügte Zuhörelemente, das Publikum wieder einzufangen. Gefühlvoll interpretierte Stücke wie "Somewhere over the rainbow" oder "The Lady is a tramp".

"Uns war keine Minute langweilig", befanden Rolf Müller und Mirja Schick aus Heidelberg. Sie waren zum ersten Mal bei den Tischmachers.

"Wir glauben, dass das harmoniert und zu uns passt", meint Ole Tischmacher. "Wir denken, dass Menschen, die Jazz mögen, auch Weintrinker, wenn nicht sogar Weinkenner, sind. Und da sollen und können sie sich bei uns einfach gut aufgehoben fühlen", erläutert der Veranstalter des Abends das durchaus stimmige Konzept.

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