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Individuelles Online-Shopping immer wichtiger

Info: Das individuelle Shoppen im Internet wird immer beliebter. Für User sind die Angebote maßgeschneidert und bieten viel mehr Vielfalt als im Fachhandel.



(Aachen, 17.3.2009) Ob Müsli oder Schokolade, die Lieblingssorte befindet sich nicht im Geschäft? Man kann im Regal nicht das Entsprechende finden? Muss man auch nicht, wozu gibt es das Internet. Der Trend beschränkt sich allerdings nicht nur auf Müsli oder Schokolade, da immer mehr individuell gefertigte Produkte vertrieben werden. Oftmals muss dafür aber ein hoher Preis bezahlt werden.

Hmmm…lecker
"Es gibt inzwischen fast keine Produktkategorie, die sich nicht individuell anfertigen und online bestellen ließe", erklärt Frank Piller, Wirtschaftswissenschaftler an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen. Große Beachtung finden zurzeit selbst gebastelte Speisen und Textilfabrikate. Zum Beispiel lassen sich individuelle Müslis mixen. Mitunter sind sogar bis zu 566 verschiedene Variationen kreierbar, wobei sicher für jeden Geschmack etwas dabei ist. Derweilen existiert natürlich nicht nur ein Anbieter, der solche Wünsche erfüllen kann, sondern auch andere Webplattformen, die sich mit dem Thema "individuell speisen" beschäftigen. Spezielle Geschmäcker und Außergewöhnliches werden auch in anderer Hinsicht bedient, wie zum Beispiel bei Schokolade. Auf verschiedenen Plattformen kann man von Gummibärchenfüllung bis hin zu Chilischoten alles finden, was den Gaumen befriedigt. Auch die M&MS kann man sich mit Liebesgruß drucken lassen, oder eine nette Botschaft auf der eigens kreierten Keksvariation hinterlassen. Zum Runterspülen von so viel leckeren Speisen gibt es mittlerweile sogar eine tolle Plattform, auf der man sich seinen Lieblingssaft selbst mixen kann. Selbst auf eigens gemixten Likör oder selbstkreierten Kaffee muss man nicht verzichten.

Dresscode
Mittlerweile wird sogar auf den "Snob-Effekt" gesetzt. Da sich manch Einer gerne Produkte oder Kleider leistet, die kein anderer zuvor besessen hat oder je besitzen wird, gibt es Online-Dienste für die individuelle Gestaltung von Kleidern und Accessoires. Hemden, Schuhe, T-Shirts all diese Dinge befinden sich im Rahmen des Möglichen. Dabei kann man schon manchmal die Übersicht verlieren.
"Letztlich müssen die Anbieter die Varianten begrenzen, damit sich die Herstellung von Einzelstücken in Großserien noch einigermaßen günstig realisieren lässt", erklärt Uwe Spiekermann, Konsumhistoriker an der Universität Göttingen.

Mankos
Kunden würden bei der Gestaltung ihrer Produkte ein bestimmtes Profil hinterlassen. Wenn einem der Schutz seiner Daten besonders wichtig ist, kann das mitunter als störend empfunden werden. Dazu kostet das Gestalten viel Zeit und kann sogar dazu führen, dass sich Seiten schlecht bedienen lassen oder gar abstürzen ohne das gewünschte Produkt zu speichern. Zudem sei viel Vertrauen nötig, da man das erste Mal etwas bestellt von dem man gar nicht weiß, ob es einem auch tatsächlich gefällt. Denn oftmals hat man kein zweiwöchiges Rückgaberecht wie bei anderen Anbietern.
"Werden Produkte nach Kundenspezifikationen angefertigt, besteht prinzipiell kein Widerrufsrecht", erklärt Ronny Jahn von der Verbraucherzentrale Berlin. Je nach Anbieter kommt es darauf an, ob er die Ware dann auch weiterverkaufen könnte oder nicht, da zum Beispiel keiner ein Foto von einer sich unbekannten Person auf einem T-Shirt haben möchte. Beschädigte Ware hingegen müssen die Hersteller zurücknehmen.
Die individuell gestalteten Produkte sind im Schnitt 40 Prozent teurer als die im Handel befindlichen Pendants und außerdem ist mit längeren Lieferzeiten zu rechnen.

"Es ist grundsätzlich von Vorteil, wenn die Anbieter versuchen, immer näher an die Kundenwünsche heranzukommen. Die Konsumenten kaufen somit genau die Artikel, die ihren Bedürfnissen entsprechen und bezahlen nichts Überflüssiges", erklärt Spiekermann. "Zudem können die Kunden auf diese Weise relativ sicher sein, dass ihr Lieblingsprodukt immer erhältlich ist", meint der Historiker. "Eine Rolle spielt auch das "Prozesserlebnis"", erklärt Piller. Im Endeffekt macht das Nutzen von Dingen, die man selbst gestaltet hat auch mehr Spaß als die 0815 Produkte die jeder hat und kennt.



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