Info: Nach sechs sieglosen Spielen durfte sich Heidenheim nach dem 2:1 gegen Herbstmeister Sandhausen mal wieder feiern lassen. Vor allem bei den Stürmern Andreas Spann und Bastian Heidenfelder war die Freude groß, beide beendeten eine lange Zeit der Ladehemmung.
Die Rückkehr zu alten Tugenden registrierte auch Trainer Frank Schmidt erleichtert: "Wir haben von der ersten Minute an mit Leidenschaft und Herzblut gespielt." Getrübt wurde der Erfolg lediglich durch die Gelb-Rote Karte für David Schittenhelm nach einer Schwalbe. "Das war dumm von mir", gestand der Mittelfeldspieler ein. Es war seine zweite Ampelkarte innerhalb weniger Wochen.
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In Sandhausen fragt man sich: Sind die Spieler mit ihren Gedanken schon in der Winterpause? In Heidenheim hatte man den Eindruck, der Spitzenreiter sei mit der Herbstmeisterschaft bereits zufrieden. In der ersten Halbzeit war es die schlechteste Leistung seit der 1:4-Pleite am 10. September in Oberhausen. Seitdem ging kein Spiel mehr verloren, die Serie von zehn Partien ohne Niederlage ist gerissen. "Heidenheim hat Willen gezeigt", fand Jürgen Machmeier, "und wir haben aufgehört zu spielen." Der SVS-Präsident munterte sein Team auf: "Wir haben ein Spiel verloren, davon geht die Welt nicht unter. Vielleicht brauchen wir alle zehn Spiele so einen Weckruf." Im nächsten Spiel gegen Offenbach fordert Machmeier eine Reaktion.
"Wir müssen gegen Offenbach viel konsequenter in die Zweikämpfe gehen, konsequenter in der Offensive sein und dürfen uns nicht so viele Ballverluste leisten", sagte Gerd Dais. Der Trainer war in der Kabine ungewohnt laut geworden. Sandhausen spielte danach zwar besser und hatte die Chance, gegen Ende noch auszugleichen. "Aber das wäre unverdient gewesen", gab Dais zu.