Info: Tja, soweit ist es gekommen: Jetzt muss schon ein öffentlicher Mensch für den 'Großen Karl-Valentin-Preis' herhalten, dessen Berufung laut Wikipedia (streng verboten, dort nachzuschauen) unter anderem 'Klamauk' ist. Und der noch dazu aus Mülheim an der Ruhr stammt. Helge Schneider folgt also Fredl Fesl nach, der 2010 mit dem vor vier Jahren erfundenen Titel geehrt wurde. Für Eingeweihte aber ist die Wahl Schneiders keine Überraschung. Erstens hat die Stadt Mülheim, wie München, einen SPD-Bürgermeister, zweitens hat sie, wie Bayern, einen Löwen im Wappen, und drittens ist Helge Schneider so komisch, dass wohl selbst der meist lachunwillige Preisnamensgeber losgeprustet hätte, wenn der einstige Tierpfleger beispielsweise den Hitler gibt oder auf der CD 'Akopalüze Nau!!!' über Gott und die Genesis nachdenkt.
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Da verwundert es nicht, dass sich als Laudator der Kulturpfleger Alexander Kluge hat gewinnen lassen. Zu Schneider passt auch die Definition des Preises: Er besteht, ganz in Valentinscher Tradition, aus 'absolut nichts'. Diesem Nichts geben dann am 22. Januar im Volkstheater keine geringeren als Gerhard Polt und die Biermösl Blosn den entsprechenden Rahmen. Wie bitte? Da war doch was! Haben die sich nicht getrennt? Da sieht man wieder, welche Kraft Karl Valentin noch immer hat. Er ist mit seinem Humor der große Mentor selbst beim Bruderzwist. Und das ist schön.Karl Forster