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Facebook & Co. – Eltern und Schulen sind gefragt

Info: Carla Schubert
Mittwoch, 30. November 2011, 12:58 Uhr, Aktualisiert 01.12.2011, 4:38 Uhr
Über 50 Prozent der Schweizer Jugendlichen nutzen Facebook – oftmals ohne grosse Medienkompetenz. Dies fordert sowohl Eltern, wie auch Lehrpersonen. Kurse, wie man sicher und sinnvoll im Internet kommuniziert, stossen auf allen Seiten auf reges Interesse.


«Rundschau»-Beitrag vom 30. November 2011 zum Umgang mit Facebook und Co.

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Facebook gehört zum Leben der meisten Schweizer Jugendlichen. Schon morgens um 7 Uhr sind sie darüber informiert, ob ihre Schulfreunde krank sind oder wer, wen nach der Schule treffen will. Für viele Erwachsene mag dies nicht nachvollziehbar sein, für die Kinder aber ist ein Leben ohne Facebook kaum mehr vorstellbar.
In der «Rundschau» erzählen 13-Jährige, wie sie mit Facebook umgehen. Ein Mädchen zeigt in seinem Account bauchfreie Selbstportraits. Auf die Frage der Reporterin, warum sie dies mache, antwortet die Schülerin: «Ich mag mein Bauchpiercing und finde die Bilder nicht schlimm.» Dass allerdings solche Bilder zweckentfremdet werden könnten, können sich die 13-Jährigen nicht vorstellen.
Eltern stehen hier vor einem Problem. Viele können mit ihren Kindern im Netz nicht Schritt halten. Die Verunsicherung ist gross – die Welt von Facebook, Twitter & Co. ist nicht die ihre.
Facebook ist Thema im Schulzimmer
Aber auch die Schulen sind gefordert. Viele Schweizer Schulen haben bereits gehandelt. Experten sind willkommene Gäste im Schulzimmer. Beispielsweise informieren Polizisten über rechtliche Aspekte im Umgang mit Facebook, denn eine Beschimpfung auf dem Pausenplatz ist weniger schlimm als eine schriftliche Beschimpfung im Netz.
Experten klären die Kinder aber auch über den sicheren Umgang mit dem Internet auf. Dazu gehören auch die Privatsphäre-Einstellungen im persönlichen Facebook-Account. Zudem werden Risiken wie Internetsucht besprochen und warum gewisse Fotos nur für wirkliche Freunde und nicht für die ganze Welt sichtbar sein sollten.
«Eltern haben wenig Ahnung»
Einer dieser Experten ist Gregor Aeschbach, Schulsozialarbeiter und Facebook-Experte der Zürcher Gemeinde Rickenbach. Er bietet für Oberstufenschüler Kurse zum Thema an. Im Gespräch erzählt er, dass er dabei bald gemerkt habe, dass eben auch die Eltern wenig bis keine Ahnung vom Umgang mit Facebook hatten. Viele Eltern würden das soziale Netzwerk nur vom Hörensagen kennen. «Deshalb sind Schulen und Eltern gefragt, sich die nötige Medienkompetenz anzueignen.»

Medienkompenetenz müssen alle lernen – Kinder, Eltern und Lehrpersonen. keystone
Lehrpersonen und Eltern können sich beispielsweise bei Swisscom, einem der grossen Internetanbieter des Landes, schlau machen. Das Angebot wird rege genutzt. 2011 haben rund 3500 Eltern und Lehrer einen Kurs besucht, sagt Swisscom-Sprecherin Annina Merk auf Anfrage. Das Unternehmen hat ihre Kurse zusammen mit den Pädagogischen Hochschulen Bern und Fribourg entwickelt.

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