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Der deutsche Arbeitsmarkt trotzt der Krise

Info: Der abflauenden Konjunktur zum Trotz hat sich der deutsche Arbeitsmarkt heuer überraschend stark entwickelt: Die Zahl der Jobsuchenden in Deutschland sank im November um 24.000 auf 2,713 Millionen. Vor einem Jahr waren noch 214.000 Menschen mehr ohne Job gewesen. Die Arbeitslosenquote ging im Monatsabstand um 0,1 Punkte auf 6,4 Prozent zurück, vor einem Jahr hatte sie bei 6,9 Prozent gelegen. Seit 1991 waren nicht mehr so wenige Menschen auf Jobsuche wie jetzt.
Gleichzeitig nehmen die Klagen der Wirtschaft über fehlende Fachkräfte zu. Die Spitzenverbände von Arbeitgebern und Industrie legten in Berlin Berechnungen vor, wonach den deutschen Unternehmen 167.000 Fachkräfte in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (Mint) fehlten. Die Lücke habe sich seit Jahresanfang um 73 Prozent vergrößert. Ein Grund für den Mangel sei, dass 27 Prozent der Mint-Studenten ihre Ausbildung wegen schlechter Studienbedingungen abbrächen.

Unterdessen stieg auch die Zahl der Beschäftigten auf einen neuen Rekordwert: Im Oktober waren 41,5 Millionen Menschen erwerbstätig, das ist laut Statistischem Bundesamt der höchste jemals gemessene Wert. Im Monatsvergleich habe sich die Zahl der Beschäftigten um 156.000 Personen oder 0,4 Prozent erhöht. Im Vergleich zum Oktober 2010 meldete das Amt sogar einen Zuwachs um 428.000 Personen oder ein Prozent.

Österreich bleibt Land mit niedrigster Arbeitslosenrate
Neben konjunkturellen Gründen hätten der Strukturwandel und die Reformen am Arbeitsmarkt die Chancen deutlich verbessert, einen neuen Job zu finden, kommentierte die Bundesagentur für Arbeit (BA). Im Winter wird die Zahl der Arbeitslosen nach Einschätzung der BA wieder über drei Millionen steigen. Ansonsten rechnet die BA aber mit einem stabilen Jobaufschwung in der ersten Jahreshälfte 2012. Viele Unternehmen hätten weiterhin volle Auftragsbücher und suchten immer noch nach Arbeitskräften.

Österreich wird die Arbeitsmarktdaten von November heute, Donnerstag, veröffentlichen. Im Oktober war Österreich mit 4,1 Prozent weiterhin das Land mit der niedrigsten Arbeitslosenrate in der EU, gefolgt von Luxemburg und den Niederlanden. Spanien, Griechenland und Lettland registrierten dagegen die höchsten Quoten.

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