Info: Nur drei Zentimeter trennen den "Slacker" von dem Abgrund: So schmal ist das Gurtband, auf dem sich die Anhänger des Trend-Hobbys "Slacklinen" über Hänge, Meeres-Kliffs und Wiesen bewegen.
So außergewöhnlich es scheint, die Faszination dieses Hobbys beruht auf etwas ganz Alltäglichem: unserem Gleichgewichtssinn. Den Slackern reicht es nicht, ein Hoch- oder Tanzseil straff aufzuspannen: das Gurtband gibt unter er Last der Slacker nach. Das macht das Ganze zu einer noch wackeligeren Angelegenheit.
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Wer seine ersten Versuche im Slacklinen macht, wird schnell feststellen, dass man auf dem dünnen Gurtband das Laufen völlig neu lernen muss. Ohne fremde Hilfe schafft anfangs fast niemand, darauf zu stehen. Eine stützende Hand hilft einem dabei enorm. Hat man nach einiger Zeit einen sicheren Stand, versucht man zu laufen und setzt vorsichtig einen Fuß vor den anderen. Am Anfang fällt man in der Regel nach zwei bis drei Schritten wieder runter. Zum Glück befindet sich die Slackline dabei nur in einer Höhe von etwa 50 cm.
Die Unbeholfenheit der Slacklinen-Anfänger ist keine Schande, sondern völlig normal, handelt es sich beim Balancieren doch um eine äußerst komplexe Angelegenheit. Für den Gleichgewichtssinn sind das Innenohr und das Kleinhirn verantwortlich, hinzu kommt die visuelle Wahrnehmung, also das Aufnehmen, Erkennen und Interpretieren von optischen Informationen. Doch damit nicht genug: Zahlreiche Muskeln müssen perfekt zusammenspielen, damit wir in der Lage sind unser Gleichgewicht zu halten. Wer das Slacklinen also mal ausprobiert, der braucht sich über einen Muskelkater am nächsten Tag überhaupt nicht wundern.